Das erste große Vernetzungstreffen für das Rheincamp findet am 10.05 von 11 Uhr bis 16 Uhr Uhr in Köln statt. Das Treffen ist sowohl für Menschen gedacht, die sich noch nicht im Thema auskennen, sich aber gerne einbringen möchten, als auch für Gruppen, die sich diesbezüglich vernetzen und austauschen wollen. Möchtest du dabei sein, so schreibe an rhein[at]flusscamps[dot]org.
Braunkohleabbau und die Wasserfolgen
In Zukunft sind die Wasserqualität und-verfügbarkeit von Millionen Menschen in der Region bedroht. Um die riesigen Tagebaulöcher möglichst kostengünstig wieder nutzbar zu machen, möchte RWE sie mit Rheinwasser füllen. Die Flutung der leergepumpten Grundwasserkörper führt zu einer sogenannten Sulfatwolke, weswegen die meisten Grundwasserbrunnen in der Region schließen müssen. Sollte das Rheinwasser in die großen Braunkohlegruben eingeleitet werden, würden die im Rhein mitgeführten Mikroschadstoffe, Industriechemikalien und Nährstoffe in die künstlichen Mega-Seen gelangen und das Grundwasser in der Umgebung belasten. Deswegen spielt die Qualität des Rheinwassers eine wichtige Rolle.
28.-30. August 2026 zwischen Köln und düsseldorf
Niedrigwasser, Giftmüll, Klimakrise: Der Rhein ist massiv unter Stress. Um Rhein und Grundwasser zu schützen, organisieren wir Ende August ein Camp zum Austauschen, Vernetzen und Pläne schmieden.
Um Gefahren für unser Grundwasser und das Ökosystem Rhein abzuwenden, organisieren wir vom 28.-30. August zwischen Köln und Düsseldorf das erste Camp zu Wasser(-gerechtigkeit) am Rhein. Mit dem Camp wollen wir Räume schaffen, in denen zivilgesellschaftliche Akteur*innen sich austauschen und vernetzen, in denen Wissen weitergegeben und Strategien geschmiedet werden können. Um eine sozial gerechte Wasserwende zu erreichen und damit sauberes Trinkwasser für Alle, sowie intakte Ökosysteme zu erhalten, braucht es eine starke Wasserbewegung, besonders entlang des Rheins.
save the date!
Plastik, PFAS, Pestizide
Zugleich geht es beim Rheincamp um die Privatisierung und Übernutzung des natürlichen Wasservorkommens entlang des längsten Flusses Deutschlands, der schon seit Jahrhunderten wirtschaftlichen Zwängen unterliegt und von Großkonzernen wie Bayer und RWE ausgebeutet wird.
Perspektive Regeneration
Uns geht es dabei nicht nur darum, den Status Quo zu verteidigen, sondern um eine grundlegende Perspektive der Regeneration von Ökosystemen – gerade in der Klimakrise. Wir müssen Altarme wieder anschließen, Auen revitalisieren und Plastik/PFAS-Verschmutzungen bekämpfen, um das Ökosystem Rhein zu regenerieren. Dabei ist es wichtig, Verlorenes zu betrauern, Erreichtes bewusst wahrzunehmen und kommende Herausforderungen klar vor Augen zu haben.