spree Programm

Beim Spree Festival dreht sich alles um das Thema Wasser: Wir möchten einen Ort schaffen für interaktive Workshops, Diskussionen und Austausch sowie für Kultur-und Kunstangebote. Deshalb organisieren wir ein vielfältiges Programm für alle kleinen und großen Wasserfreunde!

Wir starten am Donnerstag Nachmittag und werden bis Sonntag Nachmittag Angebote rund um das Thema Wasser und Spree haben. Ob Kajaktour, Wasserspaziergang, Floß bauen oder Workshops zu Wassergerechtigkeit in Brandenburg – wir geben uns Mühe für alle was im Angebot zu haben.

donnerstag, 07. mai 2026

Donnerstags, 16:00-18:00 Uhr vom Spree Festival

Gemeinsam möchten wir unser Spree Festival starten. Herzlich Willkommen!

Donnerstags, 20-21 Uhr von Joschi von FragdenStaat

Dieser Talk stellt die aufkeimenden Proteste vor, analysiert Umweltauswirkungen generativer KI und diskutiert Utopien jenseits der Vorstellungen des Silicon Valley: Generative KI ist seit 2023 als Hype-Thema der Tech-Industrie nicht mehr wegzudenken. Mit der Einführung der Sprachmodelle, gaben Google, Meta und Apple ihre Klimaschutzziele auf und sind gierig nach Strom. Alleine OpenAI plant durch Hyper-Scale Rechenzentren bis 2033 soviel Strom wie Indien zu verbrauchen. In Zeiten der sich zuspitzenden Klimakrise, nehmen Regierungen den massiven Energie- und Wasserverbrauch, globale Lieferkette für Hardware, extraktive Rohstoffpolitik und Abhängigkeiten von faschistoiden Tech-Konzernen in Kauf. Doch es regt sich Widerstand.

Donnerstags, 21-22 Uhr @Chekov

1992 wird erstmals ein Dorf aus Protest gegen den Braunkohleabbau besetzt: Lacoma. Junge Menschen aus der Lausitz führen als „Neusiedler“ einen Kampf weiter, der schon in der DDR begann. Es geht um ein Dorf, eine wertvolle Landschaft und um unseren Umgang mit Energie. Zugleich wird Lacoma ein besonderer kultureller Freiraum in der Lausitz. Er wird in Brüssel und Berlin, auf Dächern und Bäumen, mit Kunstaktionen und Gerichtsverfahren verteidigt, letztlich aber 2007 durch den Kohlekonzern zerstört. Fünfzehn Jahre nach den letzten Protesten treffen sich damals Aktive wieder und lassen uns an ihren Erinnerungen teilhaben. Was bleibt von dem Ort, der ihr Leben über Jahre geprägt hat? Was sagt uns der Kampf um Lacoma heute?

Trailer und Infos zum Film findet ihr hier: www.der-kohle-im-weg.de

freitag, 08. mai 2026

Freitag, 10:30-12:30 Uhr Workshop mit Rechte der Natur e.V. von Emmanuel

Die Spree fließt durch mehrere Bundesländer und prägt ganze Regionen. Aber sie hat keine eigene Stimme im Recht. In diesem Vortrag geht es um die Anerkennung der Spree als Rechtssubjekt. Was bedeutet das eigentlich und kann diese Idee einen echten Mehrwert bieten. Welche neuen Möglichkeiten entstehen für Aktivistinnen und Aktivisten, für Politik und Verwaltung und für uns alle im Umgang mit unseren Lebensgrundlagen? Und weiter gedacht: Was würde das für andere Gewässer bedeuten und wie können wir uns einbringen und Teil dieser Entwicklung werden?



Freitag, 10:30-14:00 Uhr von Steffen von Grüne Liga, BI Grünheide/VNLB in Zusammenarbeit mit der Umweltgruppe Cottbus und Tesla den Hahn abdrehen

Die Wasserstofftechnologie wird als „Heilsbringer“ verkauft und das nicht nur als Lösung für die nachhaltige Energieversorgung, sondern auch als chemischer Grundstoff für synthetische Kraftstoffe und Dünger. Das diese Entwicklung nicht konfliktfrei ist, zeigt der hohe Bedarf an Strom und Wasser. Der Vortrag gibt ein Überblick über das Verfahren Elektrolyse, die aktuellen Pläne zur Nutzung der Wasserstofftechnologie, besonders in der Lausitz, und die ökologischen und sozialen Folgen deren Nutzung. Ähnlich läuft es bei Rechenzentren: Sie gelten als Wachstumstreiber und das nicht nur in den USA, sondern auch in Berlin und Brandenburg. Verschwiegen wird meist, dass Rechenzentren nicht nur einen großen Bedarf an Elektroenergie, sondern auch an Wasser haben. Der Vortrag gibt ein Überblick über die Funktionsweise, die aktuellen Ansiedlungspläne in der Region und die ökologischen und sozialen Folgen.

Im Workshop sollen Strategien zur demokratischen Teilhabe bis zum möglichem Widerstand gegen Ansiedlungspläne diskutiert und erarbeitet werden.

Freitags, 12:45-14:00 Uhr von Michaela von Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V.

Wir aktivieren und befähigen Menschen und zivilgesellschaftliche Gruppen, sich mittels direkter Demokratie wirksam für eine zukunftsfähige Wasserversorgung vor Ort einzusetzen. In vier interaktiven Stationen lernst du, wie aus einem.Wunsch ein Einwohnerantrag wird: 1. Thema wählen: Welches Wasser-Anliegen willst du vor Ort voranbringen? 2. Forderung formulieren: Lerne, wie du dein Anliegen formal abdeckst – mit Tipps & Feedback. 3. Kampagne planen: Wähle deine Strategie und finde Unterstützer:innen. 4. Verhandeln: Bereite dich auf die Anhörung deines Antrags im Stadt-/Gemeinderat vor.

Freitag, 15:30-17:30 Uhr – Workshop vom Naturkunde Museum Berlin

Wie verändert sich Wasser in Berlin und Brandenburg? Was beobachtest du?
In diesem interaktiven Workshop vor Ort stehen persönliche Wahrnehmungen vom regionalen Wasserwandel im Fokus. Dafür arbeiten wir mit einer digitalen Sammlung aus Beiträgen von Menschen aus der Region, die ihre Beobachtungen, Erfahrungen und Perspektiven auf Veränderungen teilen. Gleichzeitig entsteht im Workshop eine persönliche Taschen-Wasser-Sammlung: Erzähle deine Geschichte und mach deine Sicht auf Wasserwandel sichtbar! Gemeinsam tauschen wir uns darüber aus, wie sich Veränderungen im Alltag zeigen. Ziel ist es neue Perspektiven in aktuelle politische Prozesse und Maßnahmen einzubringen.

Freitag, 15:30-18:45 Uhr – Workshop von Reka von der Umweltgruppe Cottbus

Wir spazieren zum Einlaufbauwerk des Cottbuser Ostsees und machen dort einen interaktiven Workshop über die Entstehung und Probleme des Tagebaurestsees. Zwei lokale Experten zu dem Thema berichten, zeigen euch die Konflikte vor Ort und beantworten Fragen.


Freitag, 15:30-17:30 Uhr mit Rani als offener Vernetzungs-Slot

Anwohner*innen, Aktivist*innen oder Besucher*innen können aus unterschiedlichen Perspektiven zwischen den Workshops ihre Erfahrungen und Gedanken sammeln könnten: 1) was rund ums Wasser in ihrer Region passiert, 2) wie sie sich organisieren oder einbringen (wollen und/oder überhaupt können), 3) und was sie langfristig dafür noch brauchen? Das Format ist ein gemeinsames Mapping.

Freitags, 15:30-17:30 Uhr Workshop mit Joyce vom BUND Brandenburg

Herausforderungen und Lösungen nach dem Braunkohleausstieg – Der jahrzehntelange Kohleausstieg hat den Wasserhaushalt in der Lausitz nachhaltig verändert. Mit dem Ausstieg aus der Kohle werden große Wassermengen im Spreesystem fehlen. Das hat Folgen für die Trinkwasserversorgung in Berlin, die sich vom künstlichen Abfluss in der Spree abhängig gemacht hat. In Brandenburg ist der Spreewald betroffen. Im Gespräch mit Expert*innen wollen die bestehenden Herausforderungen für das Spreesystem beleuchten und verschiedene Lösungen und Handlungsansätze diskutieren.

Freitags, 15:30-17:30 Uhr Workshop mit Pauli von Green Legal Impact

Immer wieder ist die Klimagerechtigkeitsbewegung von Repressionen betroffen. Hausdurchsuchungen, §129ger Verfahren oder Verfassungsschutzeinschätzungen: Repressionen sollen einschüchtern und vereinzeln. Gemeinsam wollen wir verschiedene Arten von Repressionen herausarbeiten und solidarische Gegenentwürfe bilden.

Freitag, 17:45- 18:00 Uhr – Ausstellung vom Naturkunde Museum Berlin

Wie verändert sich Wasser in Berlin und Brandenburg? Was beobachtest du?
In diesem interaktiven Workshop vor Ort stehen persönliche Wahrnehmungen vom regionalen Wasserwandel im Fokus. Dafür arbeiten wir mit einer digitalen Sammlung aus Beiträgen von Menschen aus der Region, die ihre Beobachtungen, Erfahrungen und Perspektiven auf Veränderungen teilen.

Freitags, 17:45-18:00 Uhr Workshop mit Uschi von Tesla den Hahn abdrehen

Teslas Gigafactory steht noch in Grünheide im Trinwasserschutzgebiet, aber sie schwächelt und eine Erweiterung ist gerade nicht in Sicht. Wir werden über unsere vielfältigen Aktivitäten berichten bei Tesla den Hahn abdrehen und mit euch unsere Erfahrungen auswerten, v.a. inwiefern diese auch für andere Kämpfe übertragbar sind.

Freitags, 20:00-21:00 Uhr Konzert mit Jacke Schwarz

Der sorbische Künstler spielt für uns: Es wird rockig, punkig und bunt für uns. Jacke selbst nennt seine Musik Łužicana/Lusitzana, was eine Anspielung auf den Begriff Americana ist. Hier gehts jedoch um das Leben in den langsam austrocknenden Sümpfen und Wäldern der Lausitz, rund um die Spree – Wo die Wölfe heulen und die Schafe ins Gras beißen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und der Rock wird siegen! (Henne)

Freitags, 21:30 – 22:30 Uhr Konzert mit Skrapifischer Band

Die Skaprifischer sind eine Dresdner Ska- und Reggaeband. Sie bestehen seit 2003 und bringen seitdem sorbische Texte zum mit tanzen und auspowern mit. Ihr Stil: politisch, demokratisch und verwurzelt.

samstag, 09. mai 2026

Samstag, 10:30-14:00 Uhr mit Wasservernetzung Brandenburg-Berlin

Die Wasservernetzung Brandenburg-Berlin trifft sich seit Sommer 2025 regelmäßig, um sich zu vernetzen, miteinander zu lernen und sich gemeinsam zum Thema Wasser zu engagieren. Nun sind wir auf der Suche nach einem gemeinsamen Verständnis: Wir möchten unsere Aufgaben, Ziele und Visionen gemeinsam formulieren. Im interaktiven Workshop werden wir diskutieren, formulieren und uns besser kennenlernen. Dazu laden wir alle Beteiligten der Wa-Ver ein und neue Mitglieder, die sich in unserem Netzwerk engagieren und sich vernetzen möchten.

Samstags, 10:30-12:30 Uhr mit Alex vom Klima*Kollektiv

Lasst euch auf eine interaktive visuelle Reise entlang der Wasserkreisläufe zu den Verbindungen zwischen Wassergrabbing, Klimakrise und der Regeneration unserer Ökosysteme mitnehmen! In der brandneuen grafikbasierten Erzählung „Water Always Wins“ (Wasser gewinnt immer) des Klima*Kollektiv haben die beiden Zeichner:innen Otto Barboni und Bárbara Niño über ein Jahr hunderte Geschichten aus Deutschland und weltweit miteinander verwoben: In diesem riesigen schwarz-weißen Wimmelbild können wir entdecken, wie dutzende Tiere wie Biber, Bitterling, Graureiher oder Süßwasserpolypen in der Luft, im Wasser und unter der Erde für den Schutz unseres Wassers kämpfen – gegen Verschmutzung und Watergrabbing durch mechanische schwarze Schlangen, gegen massive Dämme oder die Ökonomisierung unseres Wassers. Der Referent Alex Wernke nimmt euch mit auf eine Reise entlang des Wasserkreislaufs, von den magischen Ursprüngen des Wassers hin zum verborgenen Wasser in Pflanzen und Böden, zu bedrohlichen abgeschotteten Wassertürmen und Mut machenden Geschichten der Regeneration – von einer Stadt aus Schwämmen zur Wasserscheidendemokratie und Pflanzen wie der mächtigen Pappel.. Denn: Am Ende gewinnt das Wasser immer!

Samstag, 10:30-12:30 Uhr mit Jürgen vom Landes-Kanu-Verband Brandenburg e.V.

Die Spree ist bedeutend: Auch als Wasserwanderweg. Der Landes-Kanu-Verband stellt die Spree als Erholungsort und Sportstätte für Kanuten vor. Außerdem erzählt uns Jürgen von Teilen der Öko-Schulung, die der Kanu-Verband anbietet für Mitglieder. So schließt sich der Kreis von Regeneration, Sport und Erholung auf der Spree.

Samstag, 10:30-12:30 Uhr mit Axel vom BUND Brandenburg

Der BUND Brandenburg klagt aktuell gegen die Tagebaue. Möglichkeiten und Grenzen juristischer Auseinandersetzungen bei der Tagebauplanung. Hintergrund ist, dass die Folgekosten der Tagebau nicht ausreichend gesichert sind. Hierfür hat Brandenburg eine sogenannte Vorsorgevereinbarung mit dem Bergbaubetreiber LEAG geschlossen. Diese sieht die Einzahlung eines Sondervermögens in eine Zweckgesellschaft vor, welches zukünftig für die Deckung der Kosten – beispielsweise der noch jahrzehntelangen Schäden an den Gewässern der Region – zur Verfügung stehen soll. Doch nahezu alle Zahlen und Informationen zu dieser Konstruktion werden als Betriebsgeheimnisse eingestuft. Gemeinsam diskutieren wir, inwiefern Klagen gegen Tagebaue als politische Strategie aufgeht.


Samstag, 12:45-14:00 Uhr mit Iris vom Elbe-Saale-Camp

Die Spree trocknet aus – und die Antwort der Kohlelobby? Noch mehr Zerstörung und Wassermärchen: Mit dem heiß diskutierten Elbüberleiter soll Wasser aus der ohnehin gestressten Elbe in der Sächsichen Schweiz abgezweigt und 30 Kilometer bis zur Spree gepumpt werden, um die Folgen des Braunkohleabbaus in der Lausitz künstlich auszugleichen. Statt die Ursachen anzugehen, werden teure Technofix-Märchen vorangetrieben – auf Kosten von Ökosystemen, Flusslandschaften und unserer Steuergelder.
An der Elbe warnen Umweltverbände und Anrainer:innen zu Recht davor, ein bereits angeschlagenes Ökosystem weiter zu belasten. Die Idee, Wasser einfach von einem Fluss in den anderen zu leiten, verschiebt die Krise nur – sie löst sie nicht. Was wir brauchen, sind regionale und gerechte Lösungen für Wasserknappheit: weniger industrielle Ausbeutung, mehr Schutz und Regeneration unserer Flüsse. Und klar ist auch: Der Kohlekonzern Leag darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen – er muss für die Schäden zahlen, die er verursacht hat!

Samstag, 12:45-14:00 Uhr mit Dorothea Haerlinau – Berliner Wassertisch

Dorothea hat schon viele Kämpfe mitgemacht. In ihrem interaktiven Workshop berichtet sie über die Berliner Wasserkämpfe gegen die Privatisierung von Wasser durch ppp-Verträge. Gemeinsam werden die Erfahrungen aus den Berliner Kampagnen diskutiert und strategische Überlegungen für die Zukunft daraus gezogen.

Samstag, 14:00-16:30 Uhr mit Bastian von der bundjugend Cottbus (Mittagessen vorher oder im Anschluss)

Beim Wasserspaziergang entlang der Spree entdeckst du, warum Wasser unsere wichtigste Lebensgrundlage ist – und warum es uns alle angeht. Gemeinsam mit Expert*innen bekommst du spannende Einblicke in aktuelle Herausforderungen rund um Wasser in Cottbus und Brandenburg. An mehreren Stationen erfährst du praxisnah, wie sich Klimawandel und Wasserknappheit vor Ort bemerkbar machen – und welche Lösungen es gibt. Themen wie Gewässerschutz, Renaturierung und Wassermanagement werden verständlich und anschaulich erklärt. Das Besondere: Du bist nicht nur dabei, sondern mittendrin. Stell Fragen, bring deine Perspektiven ein und diskutiere mit anderen jungen Menschen über die Zukunft unserer Umwelt. Mach mit und werde Teil des Austauschs!

Samstag, 14:00-15:00 Uhr mit Jürgen Peter vom Landes-Kanu-Verband Brandenburg (Mittagessen vorher oder im Anschluss) und Spree Festival

Gemeinsam wird die Spree erkundet per Drachenboot oder Kanu. Teilnahmeanzahl begrenzt.

Samstag, 16:30-18:30 Uhr mit Tim von Rechte der Spree e.V.

Was ist, wenn die Spree sprechen könnte? Was hat die Spree für Rechte? In diesem experimentellen Workshop erkunden wir mit der Methode der Systemischen Aufstellung, wie sich Wassergerechtigkeit anfühlt – wenn der Fluss selbst eine Stimme hätte. Stellvertreter*innen nehmen Positionen ein, um Beziehungen, Konflikte und Perspektiven zwischen Mensch, Natur und Recht körperlich erfahrbar zu machen. Neue Einsichten, Empathie und kreative Impulse für den Schutz unserer Gewässer entstehen im Raum. Keine Vorerfahrung nötig – einfach mitmachen und fühlen.

Samstag, 17:30-19:00 Uhr mit Jascha

In einem kreativen Workshop können Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche die bunte Welt der Graffiti-Kunst entdecken. Gemeinsam lernen sie die Grundlagen von Schriftzügen, Farben und Formen kennen und gestalten ein Gruppenkunstwerk zum Thema Wasser. Unter Anleitung werden Techniken ausprobiert und eigene Ideen umgesetzt. Spaß, Kreativität und Teamarbeit stehen dabei im Mittelpunkt!

Samstag, 16:30-18:30 Uhr Workshop mit Mate Marth von Spree:publik

Wer hat Zugang zum Wasser? Wer steuert die Boote, und wer bestimmt, wer verhält sich wie und nimmt Raum ein? Viel zu oft ist das Wissen über das Element Wasser fest in der Hand weißer Cis-Männer- eine Barriere, die sowohl baulich als auch sozial wirkt. Wir, zwei weiße cis Frauen, die auf und am Wasser leben und arbeiten, laden euch ein, das Wasser aus einer neuen Perspektive zu betrachten. In diesem Workshop machen wir FLINTA Stimmen sichtbar und teilen unser Wissen auf Augenhöhe. Gemeinsam mit der Spreepublik und dem Ansatz des Kulturhafens fragen wir: Wie schaffen wir inklusivere Zugänge? Wie reißen wir die patriarchale Machtwelle ein und machen Wassergeerechtigkeit zu einem Thema für alle? Kommt vorbei zum bestärkenden Austausch. Vom praktischen Wissen bis zur Vision vom Wasser, welches für uns alle da ist.

Samstag, 16:30-18:30 Uhr Workshop Nami von Unfreiwillige Feuerwehr

Im Herbst 2022 wurde das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde bei Cottbus von der unfreiwilligen Feuerwehr blockiert – es musste auf 50% gedrosselt werden. Großer Kritikpunkt: neben dem CO2-Ausstoß ziehen Kraftwerk & Tagebau auch viel Wasser aus der Spree, sogar mehr als das Tesla-Werk in Grünheide. Eine Correctiv-Investigativ-Recherche hat außerdem Schweigegelder aufgedeckt, die der Kohlekonzern LEAG an Wasserversorger in der Region zahlt. Wie kann man sich dagegen wehren?

Samstag, 16:30-18:30 Uhr Workshop mit Uschi von Tesla den Hahn abdrehen

Wir machen uns Sorgen um die Spree – und das mit Recht. Die LEAG wird einerseits den Hahn für die Spree nach Ende der Braunkohleförderung zudrehen und andererseits Wasser aus der Spree zur Befüllung der Tagebaue plündern. Zudem gibt es immer mehr Schadstoffe, die in unser Wasser gelangen und der klimabedingte (Grundwasser-) Wassermangel wird auch zunehmend die Spree betreffen. Wir werden die Verursacher benennen und die Folgen ausloten. Am 13. Juni wird unser Aktionstag von 14 bis 20 Uhr im Treptower Park an der Spree stattfinden. Informieren, gemeinsam uns austauschen,und in vielfältigster Art und Weise auch protestieren.

Samstag, 16:30-18:30 Uhr Workshop mit Karl- Heinz vom NABU Brandenburg

Das Brandenburgische Wassergesetz soll erneuert werden. Wir geben einen Überblick über die aktuelle Wassersituation in Brandenburg und zu den Inhalten des Gesetzes. Außerdem skizzieren wir Änderungsbedarfe und zeigen Möglichkeiten auf, aktiv den Gesetzgebungsprozess zu beeinflussen.

Samstag, 20:00-21:00 Uhr Film mit der Ökofilmtour und Podiumsgespräch

Vor den Toren Cottbus entstand aus einer ehemaligen Braunkohlegrube der größte See Brandenburgs – drei Mal so groß wie der Berliner Müggelsee. 2025 ist der Cottbuser Ostsee nun gefüllt, doch das Baden und Betreten der Ufer sind weiterhin verboten, und auch die größte schwimmende Solaranlage Deutschlands wurde durch Wellengang beschädigt. Gleichzeitig erobert die Natur den See: Fische aus der Spree haben sich angesiedelt, seltene Vögel nutzen die neuen Lebensräume, und eine artenreiche Unterwasserwelt ist entstanden. Der Film beleuchtet die Herausforderungen zwischen Bergbausanierung, Energieprojekten und Naturschutz und stellt die Frage, wie Natur und Technik am Cottbuser Ostsee langfristig zusammenleben können. Im Anschluss an den Film können Fragen an die Regie Maren Schibilsky gestellt werden und gemeinsam diskutiert werden, wie es weitergeht.

Samstag, 21:00 Uhr Party im Chekov

Gemeinsam feiern wir das Spree Festival zu bewegenden Beats, schwingen die Hüften und tanzen für eine wassergerechte Welt hier und überall. Das Line-Up geben wir noch bekannt.

sonntag, 10. mai 2026

Sonntags 10:30-12:30 Uhr mit Elisabeth

Wir leben in dystopischen Zeiten. Der Planet steht kurz vor dem ökologischen Kollaps, während die Mächtigen immer autoritärer werden, Vernichtungskriege vorantreiben und Reichtum abschöpfen. In Deutschland und in der Welt. Doch genauso regt sich Widerstand. Menschen stehen dagegen auf, tun sich zusammen und gestalten Neues. Das Intag-Tal im Nebelregenwald von Ecuador geht mit einem besonders beeindruckenden Beispiel voran: Seit 30 Jahren schützen sie dort einen der artenreichsten Orte der Welt erfolgreich gegen die Giganten des globalen Kapitalismus. Gegen Bergbaukonzerne und die Illusion von grünem Wachstum. Für die Anerkennung unserer gegenseitigen Verflochtenheit. Der Nebelregenwald voller Flüsse, Bäche und Wasserfälle wird unsere Lehrmeisterin. Was können wir aus Ecuador lernen und nach Deutschland übersetzen? Es ist das einzige Land der Welt, das die Natur auf Verfassungsebene zur Rechtsperson erklärt hat. Gleichzeitig ist es eines der korruptesten und gewalttätigsten Länder der Erde. Wie funktioniert Naturschutz, wenn die Bedingungen eher gegen das Leben arbeiten als für seinen Erhalt? Ein Multimedia-Vortrag mit Mini-Workshop und der Autorin Elisabeth Weydt.


Sonntag, 10:30-12:30 Uhr mit Dominique von GegenStroemung

Wasserkraft gilt oft als „grüne“ Energie, obwohl sie auch gravierende negative Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Klima haben kann. Während betroffene Gemeinden, Menschenrechts- und viele Umweltorganisationen auf diese Folgen hinweisen und sich gegen Staudammprojekte wehren, wirbt die Industrie verstärkt für diese Form der Energiegewinnung mit dem Argument, damit die angesichts des Klimawandels nötige Energiewende zu befördern. In dem Planspiel „Staudammstreit in Unyaku“ verhandeln die Teilnehmenden in verteilten Rollen darüber, ob im fiktiven Land Unyaku ein Wasserkraftwerk gebaut werden soll oder nicht. Das Spiel regt die Reflexion über damit verbundene Zielkonflikte an und sensibilisiert für die Komplexität der Herausforderungen, die Klimaschutz und Anpassung an die Erderwärmung darstellen. Es trainiert zahlreiche Kompetenzen der Spielenden, wie den Umgang mit Texten, das Einnehmen verschiedener Perspektiven, das Eintreten für Interessen und das Verhandeln darüber, die gemeinschaftliche Suche nach konsensualen Lösungen.

Sonntag, 10:30-12:30 Uhr

Sprjewja/die Spree ist nicht nur mythologisch eng mit dem sorbischen Volk verbunden. Sie durchfließt die gesamte Lausitz. Sie wurde durch den Braunkohleraubbau beinahe zerstört und ihre Zukunft ist ungewiss. Ich nähere mich von der symbolischen Bedeutung der praktischen Frage: Wie sollte und wie kann das sorbische Volk über das Wasser mitbestimmen? Welche Rechtsgrundlagen gibt es und warum ist sorbische Mitsprache wichtig?



Sonntag, 10:30-12:30 Uhr mit Greenpeace Brandenburg

Bring deine Wasserprobe aus deinem Lieblings-See, Fluss oder Bächlein. Gemeinsam möchten wir deine Wasserprobe analysieren. Dabei werden wir gemütlich Siebdrucken und deine Kleidung mit tollen Aufdrucken verschönern. Wir freuen uns auf dich.

Sonntag, 12:30- 14:00 Uhr Performance von Jassa

Stimmen im Fluss ist ein Chor-Performance-Projekt, das Wasser als klingenden, politischen und poetischen Raum erfahrbar macht. In traditionellen, zeitgenössischen und modernen Werken – begleitet von Bratsche, elektroakustischen Verfremdungen und szenischen Elementen – begegnet Wasser uns als Fluss, Meer, Eis und Erinnerung: als Lebensraum, Grenze, Spiegel und Widerstand. Die musikalischen Bilder reichen von Strömung und Stillstand über mythische Wassergestalten, Volkslieder und koloniale Erzählungen bis hin zu aktuellen ökologischen Fragen wie dem Austrocknen von Seen und der menschengemachten Veränderung natürlicher Kreisläufe. Im Austausch mit Wissenschaftler*innen entstehen Einblicke in physikalische, ökologische und gesellschaftliche Dimensionen des Wassers, die unmittelbar in das Konzert einfließen. So wird Wasser aus menschlicher Perspektive hörbar – als freies, unkontrollierbares und zugleich verletzliches Element, dem wir, die wir aus 80% Wasser bestehen, selbst auch angehören.