workshop-vorschau
Rheinkampagne – wie könnte eine Bewegungsstrategie und eine wirksame Vernetzung entlang des Rheins aussehen? Neben einem kurzen Input zu einer Kampagnenidee ist hier der Raum wo wir uns austauschen, vernetzen und gemeinsam Pläne schmieden können, für unseren Rhein und unsere Lebensgrundlagen.
Konventioneller technischer Hochwasserschutz oder ökologische Alternative? Die politische Kontroverse um den zu sanierenden Deich in Düsseldorf-Himmelgeist läuft seit Jahren. Worum geht es, wer agiert in welcher Weise und wie ist der Stand der Auseinandersetzung heute. Klaus Kurtz vom BUND Düsseldorf referiert und diskutiert an diesem Beispiel über fachliche Grundlagen modernen Hochwasserschutzes und die Renaturierung unserer Flusslandschaften, über zivilgesellschaftliches Engagement und politische Erfolgsaussichten in einer für unsere Gesellschaft wichtigen Frage.
Donnerstag den 27.08. um 16:00 Uhr
Was würde passieren, wenn der Rhein Rechte hätte? Einführung in die internationale Bewegung für die Rechte der Natur, deren Ideen und Initiativen mit einer Referent:in vom Netzwerk Rechte der Natur e.V.
Sonntag 9:30 bis 11:30 Uhr
Kanalisierung, Schadstoffeintrag, künstliche Quellen – was wir im großen am Rhein erleben, findet auch kleinen in unserer Nachbarschaft statt. Auch hier im Rheinland. Lernt mit uns regionale Beispiele kennen, die Geschichte, die Biodiversität und was wir für unsere Bäche und Flüsse machen können. Lasst uns gemeinsam im kleinen den Schritt zu mehr Natur und gesellschaftlichem Zusammenarbeit im kleinen in unserer Nachbarschaft wagen. Ein Workshop des Wasserbündnis Rheinsches Revier.
In dieser Veranstaltung wird es um das Pestizidgeschäft von Bayer, der Produktion ihrer Pestizide und die Auswirkungen auf den Rhein, wie auch allgemein aufs Wasser gehen. In unmittelbarer Nähe zum Camp befindet sich die Konzernzentrale von Bayer Crop Science und wichtige Produktionsstandorte des zweitgrößten Pestizidherstellers der Welt. Jan Percke von der Coordination gegen Bayergefahren (CBG) und Timo Luthmann vom Klima*Kollektiv werden in dieser Veranstaltung Inputs geben und gemeinsam diskutieren wir über den Widerstand gegen die Vergiftung unserer Welt und wie ins Handeln kommen können.
Der BAYER-Konzern ist seit seiner Gründung im Jahr 1863 ein großer Wassernutzer und -verschmutzer. Über 50 Millionen Kubikmeter verbrauchte der Leverkusener Multi 2025, und 30 Millionen Kubikmeter davon ließ er als Abwässer zurückfließen. Darin tummeln sich dann unter anderem Stickstoffe, Phosphor, Schwermetalle und Rückstände von Pestiziden wie z. B. der PFAS-Stoff TFA. An den Kosten für die immer teurere Aufbereitung zur Trinkwasser-Gewinnung will der Agro-Riese sich dennoch nicht beteiligen. Dafür fordert er aber forsch Maßnahmen von der Politik, wenn die Flüsse ihm – wie in diesem Sommer durch das Niedrigwasser – ihre Dienste zu versagen drohen.
Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) ist aus einer Bürgerinitiative hervorgegangen, die sich 1978 nach einer Serie von Störfällen am BAYER-Standort Wuppertal gegründet hat.
In diesem Workshop betrachtet Carlos Decan die Aspekte von Kolonialismus, Macht und Wasser auf dem afrikanischen Kontinent aus einer panafrikansischen Perspektive. Ebenfalls wird der Film „Capturing Water“ gezeigt.
Freitag, 9:30 bis 11:30 Uhr
Mittels der im Bau befindlichen Rheinwassertransportleitung sollen jährlich 340 Millionen m³ Rheinwasser aus dem Rhein in die Tagebaue Hambach und Garzweiler gepumpt werden. In diesem Workshop stellt das Wasserbündnis Rheinisches Revier seine Arbeit vor und beleuchtet kritisch die Vorhaben, Auswirkungen und Probleme rund um die Rheinwassertransportleitung und der Flutung der Tagebaue. Das die Wasserentnahme In Abwasserfahne des Chemparks Dormagen stattfinden soll dem Workshop werden ebenso Schlüsselgutachten für die Rheinwassertransportleitung von Dr. Georg Gellert vom AK Wasser des BUND auseinandergenommen.
28. August, 09:30-11:30 Uhr
Jedes Jahr treiben Tausende Tonnen Müll durch den Kölner Rhein. Der Workshop verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Mikro- und Makroplastik mit Einblicken in die Arbeit der Kölner Rhein-Aufräum-Kommandoeinheit (K.R.A.K.E. e.V.). Gemeinsam starten wir eine Aufräumaktion am Flussufer und sammeln Plastikmüll, der anschließend zusammen mit dem Künstler:innenkollektiv maiskind zu einem Altar angeordnet wird. Diese wächst im Laufe des Camps weiter und wird zum Abschluss am Sonntag in einer Performance der Künstler:innen erneut aktiviert.
Donnerstag, 27.8., 17-18 Uhr, Zelt 3 (nach Hochwasserschutz, Auen und Auenrenaturierung)
Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Bäche beginnen wieder zu fließen, der Regen kommt zurück und die Temperaturen sinken. Das internationale Projekt Water Stories zeigt, wie durch einfache naturbasierte Maßnahmen lokale Wasserkreisläufe innerhalb weniger Jahre wiederhergestellt werden können. Der Hydrogeologe Jarrid Tschaikowski stellt den Ansatz vor und berichtet von seinen Erfahrungen mit einem Sanierungsprojekt aus Südspanien. Gemeinsam diskutieren wir, welches Potenzial solche Maßnahmen auch für unsere Flusslandschaften haben.
Auf Deutsch.
künstlerische Beiträge
Lasst euch auf eine interaktive visuelle Reise entlang der Wasserkreisläufe zu den Verbindungen zwischen Wassergrabbing, Klimakrise und der Regeneration unserer Ökosysteme mitnehmen! In der brandneuen grafikbasierten Erzählung „Water Always Wins“ (Wasser gewinnt immer) des Klima*Kollektiv haben die beiden Zeichner:innen Otto Barboni und Bárbara Niño über ein Jahr hunderte Geschichten aus Deutschland und weltweit miteinander verwoben: In diesem riesigen schwarz-weißen Wimmelbild können wir entdecken, wie dutzende Tiere wie Biber, Bitterling, Graureiher oder Süßwasserpolypen in der Luft, im Wasser und unter der Erde für den Schutz unseres Wassers kämpfen – gegen Verschmutzung und Watergrabbing durch mechanische schwarze Schlangen, gegen massive Dämme oder die Ökonomisierung unseres Wassers. Die Referent*in Kiwi nimmt euch mit auf eine Reise entlang des Wasserkreislaufs, von den magischen Ursprüngen des Wassers hin zum verborgenen Wasser in Pflanzen und Böden, zu bedrohlichen abgeschotteten Wassertürmen und Mut machenden Geschichten der Regeneration – von einer Stadt aus Schwämmen zur Wasserscheidendemokratie und Pflanzen wie der mächtigen Pappel.. Denn:
Am Ende gewinnt das Wasser immer!
28. August, 13:30-15:30 Uhr und 16:00-18:00 Uhr
Flüsse bilden ein komplexes Netzwerk, in das wir mit unseren persönlichen Geschichten eingebunden sind. Welche Beziehungen pflegen wir zum Rhein? In diesem offenen Gegen-Kartierungs- und Zeichen-Workshop sammeln und skizzieren wir Erinnerungen und Anekdoten zum Rhein und von dort aus zu Flüssen und Wasserbewegungen aus aller Welt. Direkt am Flussufer entsteht gemeinsam eine wachsende Karte, die unsere Geschichten abbildet und miteinander verwebt und die sich im Laufe des Rhein-Flusscamps durch die Beiträge aller Teilnehmenden weiterentwickelt.
Şermin Güven führt in ihre Methode der Gegen-Kartierung ein und teilt Geschichten und Stimmen von Menschen aus Kurdistan. Luca Scheunpflug berichtet von seiner Arbeit mit Aktivist:innen in Spanien, die gegen die Ansiedlung und das Water Grabbing von Datenzentren kämpfen. Prajna Kumaraswany stellt das Zeichnen als kreative Methode vor, mit der wir unserer Beziehung zu Flüssen Ausdruck verleihen können, ohne dass es dafür künstlerisches Geschick braucht. Mit der Anthropologin Şermin Güven, der Stadtplanerin, Architektin und Künstlerin Prajna Kumaraswany und dem interdisziplinären Stadtforscher und Soziologen Luca Scheunpflug.
Auf Deutsch und Englisch.
Lasst euch auf eine interaktive visuelle Reise entlang der Wasserkreisläufe zu den Verbindungen zwischen Wassergrabbing, Klimakrise und der Regeneration unserer Ökosysteme mitnehmen! In der brandneuen grafikbasierten Erzählung „Water Always Wins“ (Wasser gewinnt immer) des Klima*Kollektiv haben die beiden Zeichner:innen Otto Barboni und Bárbara Niño über ein Jahr hunderte Geschichten aus Deutschland und weltweit miteinander verwoben: In diesem riesigen schwarz-weißen Wimmelbild können wir entdecken, wie dutzende Tiere wie Biber, Bitterling, Graureiher oder Süßwasserpolypen in der Luft, im Wasser und unter der Erde für den Schutz unseres Wassers kämpfen – gegen Verschmutzung und Watergrabbing durch mechanische schwarze Schlangen, gegen massive Dämme oder die Ökonomisierung unseres Wassers. Die Referent*in Kiwi nimmt euch mit auf eine Reise entlang des Wasserkreislaufs, von den magischen Ursprüngen des Wassers hin zum verborgenen Wasser in Pflanzen und Böden, zu bedrohlichen abgeschotteten Wassertürmen und Mut machenden Geschichten der Regeneration – von einer Stadt aus Schwämmen zur Wasserscheidendemokratie und Pflanzen wie der mächtigen Pappel.. Denn:
Am Ende gewinnt das Wasser immer!
Performance Sonntag, 30.8., 12:30-13:30, am Flussufer beim Plastikmüll-Altar
Jedes Jahr treiben Tausende Tonnen Müll durch den Kölner Rhein. Der Workshop verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Mikro- und Makroplastik mit Einblicken in die Arbeit der Kölner Rhein-Aufräum-Kommandoeinheit (K.R.A.K.E. e.V.). Gemeinsam starten wir eine Aufräumaktion am Flussufer und sammeln Plastikmüll, der anschließend zusammen mit dem Künstler:innenkollektiv maiskind am Flussufer zu einem Altar angeordnet wird. Diese wächst im Laufe des Camps weiter und wird zum Abschluss am Sonntag in einer Performance der Künstler:innen erneut aktiviert.
Auf Deutsch.
Samstag den 29.08. um 20:00 Uhr
Der bekannte Buchautor und Übersetzer Hans Jürgen Balmes wird aus seinem Werk „Der Rhein – Biographie eines Flusses“ lesen.
https://www.fischerverlage.de/buch/hans-juergen-balmes-der-rhein-978359670424
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